Ratgeber

Hitze bei Hund und Katze

Zehn Texte über das, was im Sommer wirklich passiert, und über das, was hilft. Ohne Panikmache, und ohne die Behauptung, ein Produkt löse das Problem allein.
Porträt von Lena Brandt

Lena Brandt · Redakteurin für Tierwohl und Haustierbedarf

Lena lebt mit einem Golden Retriever und zwei Katzen im Rhein-Main-Gebiet, einer der heißesten Regionen Deutschlands. Seit mehreren Sommern testet sie dort, was gegen Hitze bei Tieren wirklich hilft und was nur so aussieht.

Warum Hitze für Tiere ein anderes Problem ist als für uns

Ein erwachsener Mensch hat über zwei Millionen Schweißdrüsen. Wird uns warm, verdunstet Schweiß über die ganze Körperoberfläche und entzieht dem Körper Wärme. Das ist ein außerordentlich wirksames System und der Grund, warum wir 35 Grad überhaupt aushalten.

Ein Hund hat dieses System nicht. Seine wenigen Schweißdrüsen sitzen an den Pfotenballen und tragen praktisch nichts bei. Ihm bleibt das Hecheln: Er atmet schnell und flach, damit Feuchtigkeit von Zunge und Atemwegen verdunstet. Das funktioniert, kostet aber Muskelarbeit, erzeugt also selbst Wärme, und es funktioniert umso schlechter, je feuchter die Luft ist. Bei Schwüle bricht dieser Weg als Erstes weg.

Eine Katze regelt noch anders. Sie hechelt kaum, schwitzt nur an den Pfoten und leckt ihr Fell, damit Speichel verdunstet. Vor allem aber reguliert sie über die Wahl ihres Liegeplatzes. Deshalb liegt sie im Sommer in der Dusche, im Waschbecken oder auf den Fliesen im Flur. Das ist keine Marotte, das ist ihre Methode.

Beiden bleibt ein zweiter Weg, den man leicht übersieht: Wärme über die Körperunterseite abgeben, dort wo das Fell dünn ist und die Haut Kontakt zum Boden hat. Genau darum geht es bei einer kühlen Liegefläche, und genau deshalb tauchen in fast allen Texten hier dieselben vier Dinge auf: Schatten, Luftbewegung, Wasser und eine Fläche, die Wärme aufnimmt.

Was du hier nicht findest

Keine Versprechen, die sich nicht halten lassen. Eine passive Kühlmatte wird nie kälter als der Raum, in dem sie liegt, und bei 35 Grad im Dachgeschoss leistet sie wenig. Das steht in diesen Texten genauso drin wie das, was sie kann.

Und keine tierärztlichen Ratschläge. Wir sind keine Tierärzte, und wo es medizinisch wird, steht das auch so da, samt dem Hinweis, dass eine Praxis der richtige Ort ist. Wie wir arbeiten und was wir geprüft haben, steht auf der Seite Wie wir testen.

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Wenn du schon weißt, worum es geht: Wie eine Kühlmatte funktioniert erklärt die Physik mit gemessenen Werten, der Größenratgeber sagt dir, welche Größe dein Tier braucht, Kühlmatte ohne Gel beantwortet die Sicherheitsfrage mit dem, was die F.A.Z. dazu schreibt, und der Testsieger-Vergleich nennt sechs Kriterien, mit denen du jede Matte selbst prüfen kannst.

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